Was Zucker so alles anstellt
28 Okt. 2018- Autor: Zentrum der Gesundheit
- aktualisiert: 23.10.2018
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Zucker hat viele negative Auswirkungen auf den Körper. Er macht schlaff, antriebslos, müde, depressiv und krank. Zucker ist jedoch auch wichtig für den menschlichen Organismus. Doch ist Zucker nicht gleich Zucker. Haushaltszucker ist schädlich, während natürlicher Zucker, wie er in Früchten, Gemüse oder vollwertigen Lebensmitteln vorkommt, wichtig und gesund ist.
Inhaltsverzeichnis
- Unzählige Symptome durch Zuckerkonsum
- Zuerst die gute Nachricht: Zucker ist ein Heilmittel
- Glücklich und verliebt... durch Zucker!
- Insulin wird in grossen Mengen produziert
- Die optimale Dosis
- Das mysteriöse, unstillbare Verlangen nach Zucker
- Brot und Kuchen - nicht in der Steinzeit
- Modernes Getreide...
- Hunger deutet auf Vitalstoffmangel hin
- Falscher Zucker mittlerweile auch in Möhren!
- Vermeiden Sie kernlose Früchte
- Die Ahnen unserer Früchte
- Abhängigkeit von Nahrungsmitteln und deren Inhaltsstoffen
- Machen Sie den Test
- Was genau verursacht Zucker im Körper?
- Natürlicher Zucker reist durch den Körper: Der gesunde Zuckerzyklus
- Problemzonen des Körpers
- Der Gegenspieler von Insulin
- Darmflora in sechs Wochen ruiniert
- Mundgeruch deutet auf Darmprobleme hin
- Zuckerschock im Körper
- Doch der Reihe nach
- Die Leber in höchster Not
- Leber ist überfordert
- Der Körper wird krank
- Eiweissablagerungen
- Magnesium und Kalzium - die Allrounder
- Kalzium - Der Bodyguard der Zellen
- Vitamin B 1 ist Mangelware
- Und hinterher der "Sugar Blues"
- Zu hoher Blutzuckerspiegel
- Die beste Krankenversicherung: Vermeide Unterzucker
- Eine Reise in die Kindheit
- Mineralstoffmangel
- Eine Einladung an gewisse Gestalten...
Unzählige Symptome durch Zuckerkonsum
Zucker kann die folgenden Symptome auslösen oder an deren Entstehung mit beteiligt sein: Unerklärliche Müdigkeit, Antriebs- und Energielosigkeit, Depressionen, Angstzustände, Magen- und Darmprobleme wie Völlegefühle, Blähungen, Durchfall und Verstopfung, Haarausfall, Hautkrankheiten, Pilzbefall, Menstruationsbeschwerden, Nervosität, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche - bis hin zu geistiger Verwirrtheit und anderem mehr.


Was von besonderem Interesse ist: Der Körper wird anfällig für "Infektionskrankheiten". Sein Immunsystem ist am Boden und nicht mehr fähig, den Körper angemessen zu schützen.
Zuerst die gute Nachricht: Zucker ist ein Heilmittel
Ja, Sie haben richtig gelesen, Zucker ist ein Heilmittel! Manche Ärzte verwenden ihn zur Wundbehandlung - vor allem bei Brandwunden sind die schnellen Heilerfolge angeblich überwältigend, und dort, wo manches Mal Antibiotika versagten, konnte Zucker als hervorragender Wundheiler und sogar als Unterdrücker von Infektionen zum Einsatz kommen.
Deshalb wird er auch in hoher Dosierung (halbe-halbe) zur Herstellung von Eingemachtem wie Marmelade verwendet. Er konserviert - und unerwünschte Mikroorganismen, wie Bakterien oder Schimmelsporen, haben dann nicht mehr die geringste Chance.
Glücklich und verliebt... durch Zucker!
Aber nicht nur äusserlich, auch innerlich hat Zucker durchschlagende Wirkung. Da die These, Zucker liefere schnelle Energie, weil er sofort ins Blut übergehe, aufgrund des höchst effektiven Einsatzes aller Medien mittlerweile wohl jedem bekannt ist, versorgt sich auch beinahe jeder vor, nach oder während körperlich und geistig besonders anstrengender Arbeiten mit Zucker in Form von Schokoriegeln, Traubenzucker, süssen Getränken oder Ähnlichem.
Man spürt es unmittelbar nach Zuckergenuss ja auch am eigenen Leib: Ein Gefühl von Leichtigkeit und Wohlbehagen nimmt von einem Besitz, die Konzentrationsfähigkeit steigt und die etwaige Nervosität schwindet.
Man fühlt sich vorübergehend stark, leistungsfähig und ... na ja ... vielleicht auch ein bisschen glücklicher als zuvor...?!
Insulin wird in grossen Mengen produziert
Der Grund ist rasch erklärt: Zucker und mit ihm sämtliche isolierten Kohlenhydrate (Auszugsmehle und Stärken, wie z. B. Mondamin) lösen bei ihrer Ankunft im Blut - wo Zucker in der Tat bereits wenige Minuten nach seinem Verzehr ankommt - die Produktion einer grossen Menge an Insulin aus.
Insulin ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse, dessen Hauptaufgabe es ist, den aus der Nahrung stammenden Zucker wieder aus dem Blut zu entfernen und ihn an sämtliche Körperzellen und Organe zu verteilen, die daraus dann ihre Energie gewinnen.
Wird immer wieder Süsses und damit Zucker verzehrt, dann kommt es zu einem chronisch erhöhten Insulinspiegel. Dieser wirkt im Körper einerseits entzündungsfördernd und somit ganz pauschal beschleunigend auf die Entwicklung vieler chronischen Krankheiten.
Andererseits führt die sog. Hyperinsulinämie im Körper zu einem Insulinmangel im Gehirn. Ein Insulinmangel im Gehirn aber kann zu Vergesslichkeit und schliesslich sogar zu Alzheimer führen – wie Sie hier lesen können: Zucker macht Alzheimer
Insulin aktiviert aber auch die Bildung eines bestimmten Stoffes, der dann im Gehirn Serotonin zusammenbastelt. Serotonin wird manchmal auch als Glückshormon bezeichnet, da es heitere Gelassenheit und sogar euphorische Anwandlungen herbeizuzaubern vermag.
Oft leiden Menschen mit Depressionen oder Angstzuständen unter permanentem Serotoninmangel. Kakao enthält übrigens einen weiteren, dem Serotonin ähnlichen Stoff. Dieser soll gar Verliebtheitsgefühle auslösen.
Deshalb führt Schokolade als Kombinationsprodukt von Zucker und Kakao zu den besten "Drogen-Trips".
Die optimale Dosis
Nun hat man selbstverständlich bereits die Zuckerdosis aufgespürt, die zum gewünschten seelischen Höhenflug führt: Mit einer Investition von nur 2,5 Esslöffeln Zucker (= 30g reine Kohlenhydrate) oder alternativ 60g irgendeiner Süssigkeit ist man dabei. Interessant ist nun, dass eine höhere Dosis weder zu einem besseren noch zu einem schnelleren Ergebnis führt. Im Gegenteil ... und damit zu den leider etwas schlechteren Nachrichten:
Das mysteriöse, unstillbare Verlangen nach Zucker
Die Frage ist nun, wenn diese Menge doch bereits zufriedenstellend wirkt, warum verspeist man die selbige nicht gezielt, freut sich hernach nicht einfach seines plötzlich wunderbar erscheinenden Lebens und warum ist man nach dieser angeblich völlig ausreichenden Menge an Zucker nicht rundum gesättigt und zufrieden?
Warum wird ständig Zuckriges gegessen: Naschwerk, Kaugummis, Riegel, Eis ...?
Oder mit Zucker gesüsste Getränke genossen: Kaffee, Tees, Softdrinks, Kakao,...?
Oder Mahlzeiten verzehrt, die fast ausschliesslich aus isolierten Kohlenhydraten bestehen: Pizza, Pasta, Kuchen, Gebäck, Brötchen und Brot, ...?
Nun könnte man meinen, dass der menschliche Organismus Zucker und Kohlenhydrate ja nicht nur zur Hebung seiner Laune benötigt oder zur Bewältigung akuter Spezialsituationen (Prüfungen, Sport, Auseinandersetzungen...), sondern ununterbrochen funktionieren muss.
Herz, Leber, Gehirn und Muskeln machen bekanntlich niemals Pause.
Brot und Kuchen - nicht in der Steinzeit
Die nächste Frage wäre, warum der moderne Mensch glaubt, seinem Körper zu diesem Zweck gerade Zucker und andere isolierte Kohlenhydrate zuführen zu müssen - bzw. warum er davon überzeugt ist, nicht mehr von Blättern (Salaten), Wurzeln und den Früchten der Bäume satt werden zu können??
Vor einigen zehntausend Jahren stand unseren Vorfahren nichts anderes zur Verfügung, und ihre Körper leisteten bei Weitem mehr als die unsrigen, die oft nichts weiter tun, als die Sitzfläche irgendeines Chefsessels zu wärmen.
Seinerzeit bewegte man sich bevorzugt im Laufschritt und unternahm in dieser Geschwindigkeit tagelange Wanderungen.
Vermutlich arbeiteten die steinzeitlichen Gehirne ebenfalls recht fix, denn ständig war man auf der Hut vor möglichen Feinden, entwarf Werkzeuge und errichtete sich eigenhändig neue Behausungen aus selbst organisiertem Material.


Übrigens stand auf dem Speisezettel unserer Ahnen auch kein Getreide. Vielleicht assen sie dann und wann frische Samen von Wildgräsern, doch sicherlich sammelten sie nicht in stundenlanger Plackerei Hunderttausende dieser Winzlinge, um sie anschliessend zu häuten, irgendwie in einen mehlähnlichen Zustand zu versetzen und daraus so etwas wie Brot oder Kuchen zu fabrizieren.
Selbst wenn, so wären diese sonnengetrockneten Grassamenfladen niemals von jener miserablen und hochgradig schädlichen Qualität gewesen wie heutiges Brot - von all den künstlichen Zusätzen und vom Umstand des Erhitzens bei 200 Grad und mehr wollen wir einmal absehen und nur das Getreide an sich betrachten.
Modernes Getreide...
... ist, wie eigentlich fast all unser Gemüse und Früchte, völlig überzüchtet. Zu den wichtigsten Zuchtkriterien gehören grosse Körner, also höchstmögliche Ausbeute pro Ähre und ein hoher Glutengehalt.
Je höher der Glutengehalt, um so besser sind die Backeigenschaften des Mehles und um so höher ist bei vielen Menschen die Gefahr, Allergien gegen dieses unnatürliche Eiweiss zu entwickeln.
Warum? Weil Körper intelligent sind und unmissverständlich darauf hinweisen, dass sie das nicht wollen bzw. brauchen. Das Ergebnis sind also riesige Körner auf schwachen Stängeln, die mit ihren wilden Vorfahren nichts mehr gemein haben. Sie können nicht mehr allein überleben, sind verweichlicht und ein gefundenes Fressen für Pilze und Insekten - angewiesen auf die Pflege und "Behandlung" des Landwirtes.
Wie sollen diese Schwächlinge Gesundheit und Lebenskraft vermitteln? Zu allem Überfluss wird diesen mit Pestiziden, Herbiziden, Fungiziden und Nitratdüngern vollgepumpten Aliens dann auch noch gerade jener Teil abgenommen, der für unseren Körper noch von Interesse gewesen wäre:


Die ballaststoffreichen Randschichten und der vitamin- und mineralienreiche Keim. Übrig bleiben isolierte Kohlenhydrate, nichts als Stärke und Zuchteiweiss!
Vorsicht auch bei Roh-Rohrzucker
Strahlend weisser, kristalliner Haushaltszucker, aber auch der braune (oft nur eingefärbte) Rohrzucker stammen bekanntlich aus dem Zuckerrohr oder der Zuckerrübe.
Da wir aber mit diesem Zucker nicht auch noch die Blätter des Zuckerrohres oder der Rüben - beispielsweise als Salat - essen (wo könnte man diese überhaupt herbekommen?) und wir auch nicht an deren Rinde knabbern, sondern diese Reste bestenfalls an Tiere verfüttert werden, kommen zwar diese Tiere in den Genuss all der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, wir aber nicht.
Das heisst wiederum, dass unserem Haushaltszucker genau jene Vitalstoffe fehlen, nach denen unser Körper nun heisshungrig lechzt. Das ist dann auch eine Antwort auf die Frage, warum man mit der erwähnten Zuckerdosis nicht einfach zufrieden ist, sondern im Gegenteil über kurz oder lang sehr unglücklich wird - und dies auch bleibt, wenn man seine Ernährungsweise nicht drastisch ändert.
Hunger deutet auf Vitalstoffmangel hin
Ständiger Appetit oder Heisshungerattackensind die Versuche eines Körpers, seinem Besitzer begreiflich zu machen, dass lebensnotwendige Materialien (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) fehlen, welche er doch bitte mit der nächsten Mahlzeit liefern möge.
Leider hofft er meist vergebens und hungert still vor sich hin. Der betreffende Mensch ist permanent auf der Suche nach Essbarem, obwohl der oberste Hosenknopf schon längst nicht mehr zugeht.
Auch unsere Gemüse, Salate und Früchte sind nur auf Optik, lange Lager- und optimale Transportfähigkeit und, Sie ahnen es schon, auf hohen Zuckergehalt hin getrimmt. Mineralien, Vitamine? Keine Spur!
Falscher Zucker mittlerweile auch in Möhren!
So gibt es beim Obst heutzutage Sorten wie beispielsweise die Super-Sweet-Ananas, die eigentlich kaum noch nach Ananas schmeckt, sondern nur noch wie pappsüsser Zuckersirup.
Auch Bananen, Orangen und vor allem kernlose Trauben oder Rosinen (Sultanas) sowie kernfreie Wassermelonen gehören zu jenen Früchten, die auf höchstmöglichen Zuckergehalt hin gezüchtet wurden.
Der Verbrauchergaumen steht nun einmal auf "süss". Auch manche Äpfel und - jetzt halten Sie sich fest - sogar Möhren und Rote Bete sind so überzüchtet und süss, dass unser Körper diese "Lebensmittel" nicht mehr will.
Sie enthalten Zucker - und (fast) wie beim weissen Kristallzucker fehlen diesen Gemüsen durch extremste und rücksichtsloseste Zucht- und Ausleseverfahren viele wichtige Begleitstoffe, die der Körper zur Verarbeitung des Zuckers bräuchte.
Das merkt man daran, dass man sich an vielen dieser Früchte gnadenlos überessen kann.
Vermeiden Sie kernlose Früchte
Die Kernlosigkeit von Früchten liefert Ihnen übrigens einen wichtigen Hinweis auf die mangelnde Eignung derselben als Lebensvermittler. Es sind so genannte hybride Sorten, die selbst also unfruchtbar sind und sich nicht mehr aussäen können, zwar nicht saft- aber dafür umso kraftloser sind.
Inzwischen glaubt man sogar, dass diesen Früchten nicht nur die wichtigen Vitalstoffe fehlen, sondern dass ihr Zucker vom Organismus fast genau so behandelt wird wie derjenige aus der Südzuckerpackung. Er erkennt ihn nicht als natürlichen Zucker an. Manche Ernährungsexperten nennen den Zucker solcher Früchte auch Hybridzucker.
Die Ahnen unserer Früchte
Um noch einmal einen kurzen Abstecher in die Steinzeit zu machen: Unsere Äpfel stammen von kleinen, harten und eher wenig saftigen Früchtchen ab, die fast gar nicht süss schmeckten. Eine wilde Traube ist extrem hartschalig, klein, voller Kerne und von meist herbem Geschmack.
Wildorangen sind ebenfalls kaum süss, sondern voll eines zarten, fruchtigen Aromas und - was der Verbraucher überhaupt nicht schätzt, es aber tun sollte - voller grosser, dicker Kerne. Pflanzt man solch einen Kern ein, wird daraus ein stolzer, fruchttragender Baum heranwachsen.
Tun Sie das einmal mit einem Kernchen, wenn Sie denn eines finden, aus einer hochgradig überzüchteten Navel-Orange, die von einem veredelten Baum stammt. Wenn Sie Glück haben, keimt der Same und ein Pflänzchen wächst heran.
Aber Sie müssen gut darauf aufpassen, denn Läuse aller Art werden es lieben und auf Früchte werden Sie umsonst warten. Zucker ist in den ursprünglichen Früchten sehr sparsam enthalten. Aber genau auf diesen geringen Gehalt natürlichen Zuckers ist unser Organismus programmiert!
Abhängigkeit von Nahrungsmitteln und deren Inhaltsstoffen
Wir jedoch füllen unsere Mägen derart mit den unendlich vielseitigen Getreideprodukten in Abwechslung oder Kombination mit isoliertem und hybridem Zucker, dass darin kein Platz mehr für die Nahrung ist, auf die unser nach wie vor steinzeitlicher Organismus so sehnsüchtig wartet.
Hätte sich der neuzeitliche Menschenkörper bereits an diese Form der Nahrung angepasst, dann müsste er sich ja in bester gesundheitlicher Verfassung befinden.
Warum haben wir uns ausgerechnet diese beiden Stoffe, nämlich isolierten Zucker und isolierte Mehlprodukte - neben den mehr als fraglichen Eiweiss- und Fettlieferanten in Form von Fleisch und Milch - als unsere Hauptnahrungsmittel ausgesucht?
Und was ziemlich besorgniserregend ist, warum behalten wir diese Ernährungsform oft auch dann bei, wenn wir erkannt haben, dass sie nichts als Leid und Krankheit bringen?
Fällt uns nichts anderes ein, das uns ebenfalls glücklich und zufrieden machen könnte? Gelingt uns das nur mit Hilfe von industriell und lieblos hergestellter Nahrung? Wenn ja, dann muss es sich um Sucht und Abhängigkeit handeln, denn zum Junk-Food-Essen wird im Normalfall keiner gezwungen.
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