Marian....Anekdoten aus seinem Leben
06 Dez. 2018Lieber Marian
Irgendwie müssen wir das unfassbare verarbeiten...das du nicht mehr bei uns bist.
Ich kann es am besten wenn ich mich erinnere was wir so miteinander erlebt haben....
wie du warst...wie alle Facetten meiner Emotionen zu Tage kamen
Ich erinnere mich als du ca 11 Jahre alt warst..
Jascha und ihr hattet nach langer Zeit getrennte Zimmer ...
Unser Haus ist groß und ich hörte Jascha nur rufen....mach das du raus kommst...das ist mein Zimmer...hau ab
Oft bin ich rauf gelaufen nachdem ich gerufen hatte...vertragt euch.........
und was fand ich vor...zwei Jungs in Eintracht....Hähhhhh
Das ging Tagelang und jedesmal das gleiche wenn ich oben ankam......
Frage.........wie hatte Jaschas Wut sich verändert in so kurzer Zeit...das alles Friede Freude Eierkuchen war.
Zu dieser Zeit hatte ich meine Ausbildung in NLP (Neuro-Linguistische Programmierung)und dachte........was steckt eigentlich genau dahinter.
Ich habe das ganze Spielchen beobachtet ohne jetzt großartig die Mutter raushängen zu lassen die Ruhe will.
Marian hatte eine umwerfende Taktik.........(Jascha nennt das Manipulation)
jedesmal wenn Jascha ihn rauswerfen wollte aus seinem Zimmer hat er Jascha irgendwie dazu gebracht das er lachen mußte....
und jedesmal hatte ich zwei Kinder ,wenn ich oben ankam die sich blendend verstanden.
Wer das nicht verstand........das war ich.
Wie machte der Knabe das und aus welchem Grund.......nervte er Jascha so
.........nach einem langen Gespräch mit beiden kam heraus:
Die beiden mochten sich sehr gerne..........
nur Jascha wollte etwas mehr Ruhe.......Marian Aktion
Marian hockte nun in Jaschas Zimmer und nervte ihn ,damit sie beide etwas unternehmen konnten.....Jascha wollte zu dem Zeitpunkt aber nicht
Beide hatten keine Ahnung wozu diese Aktion gut war.
Fazit war
Eigentlich wollten beide Zeit miteinander verbringen...
blöd war nur der Zeitpunkt...das Jascha seine Ruhe haben wollte.
Wir haben dann herkristallisiert das sich beide sehr gerne haben........und Absprachen erforderlich sind um gemeinsame Zeit zu verbringen.
Nachdem alle (auch ich) das verstanden hatten........war das kein Thema mehr.
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Vielleicht dieses --->das Eltern...oder speziell ich mehr Infos geben sollen als eine "Floskel"
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Marian und Jascha waren ja nun wie Zwillinge...die 15 Monate unterschied hatten,beim Geburtsdatum.
Beide total unterschiedlich,aber sie klebten zusammen...machten vieles gemeinsam
Marian der aktivere wollte Jascha mit vielen Aktionen auf seine Seite ziehen.....da war er auch nicht zimperlich....zum Beispiel beim ärgern (auch eine Art von Gemeinsamkeiten finden)
Beide zu dem Zeitpunkt 8 und 9 Jahre
Nach so einer Aktion stand ich mit Jascha zusammen und meinte zu ihm
....lass dich nicht so ärgern...wehr dich mal
damit war mein mütterlicher Rat beendet.
Stunden später hörte ich Marian weinen...er lag im Bett...hatte geschlafen.
Was war passiert--> Jascha hatte sich gewehrt und ihm im Schlaf eine runter gehauen
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Was da für die Mutter heiß-----------deine Information über Wehr dich mal war für die Tonne...es fehlten noch weitere Infos wie man das nun macht.
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Marian war ja seit der Grundschule irgendwie im Stress mit der Schule an sich
Im Gymnasium hatten sie "Projektarbeit"...schon von der 5 Klasse an um sich auf die Arbeitswelt und Vorstellung von Projekten vorzubereiten.
Bis zur 8 Klasse war das "Privat"..hießt sie konnten ihren Interessen nachgehen und diese vorstellen.
Danach bekamen sie Themen.
Marians Problem war.........ich schaffe das alles
Sammeln ...Ausarbeitung...Erstellen einer Mappe und Vortrag.
Nichts...rein gar nichts konnte ihn bewegen mal in die Puschen zu kommen.
24 Stunden vorher hat er dann angefangen zu schreiben usw..und stellte dann fest das das was er im Kopf hatte doch länger brauchte um das zu Papier zu bringen ...dann noch die Flipchart zu machen und den Vortrag auszuarbeiten.
Ein Projekt war die Nebra-Scheibe
Ich sagte ihm das es vielleicht ganz gut wäre eine "Orginal"-Scheibe zu töpfern.
Das wurde tatsächlich auch 1 Woche vorher angefangen...wobei man wissen muss das diese 2 mal in den Brennofen musste.
Der Trocken Vorgang dauerte und so steckten wir die Scheibe zum Trocknen in den Backofen....danach war sie nicht mehr glatt sondern gewölbt.
Wir haben es doch noch geschafft das Teil fertig zubekommen....und zwar sehr gut
Die Aktion mit der Ausarbeitung dauerte die ganze Nacht um sie morgens in der Schule abzugeben....aber gut--> sie war fertig
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Das war zum Beispiel der Auftakt für mich------> zu töpfern---> bis heute
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Es stand mal wieder ein Projekt an in der Schule
Ich glaube in der 9.Klasse wurden die Ansprüche höher.
Sie mussten nicht nur die Präsentation plus Mappe und Vortrag haben,sondern der Vortrag fand vor Publikum statt...Eltern und Lehrer ...anschließend sollten Fragen beantwortet werden
Marians Thema waren die Götter der Azteken
Marian wollte unbedingt die Sprache der Azteken lernen und hatte sich ein Buch besorgt und gelernt. Nahuatl so heißt die Sprache.
Die Vorarbeit lief wie immer.........24 Stunden vorher wurde angefangen und dann geplockert bis zum morgen.
Dieses mal hatte Marian das Problem....er kam mit dem Vortrag nicht zurecht....da kam eigentlich......NICHTS...GARNICHTS
Keine Spickzettel oder Zettel an unterschiedlicher Stelle in Reihenfolge ...es half rein garnichts.
Ich hatte zu dieser Zeit schon meinen NLP Master und kannte mich in den Strukturen von denken ganz gut aus...auch mit Hypnotischen Sprachmustern.
Marian machte ich den Vorschlag das einmal bei einem Spaziergang auszuprobieren.(Nachmittags)
Jeder nahm sich eine kl. Fl. Wasser und wir machten uns auf zu einem Spaziergang in den Feldern.Marian sollte nichts sagen sondern nur zuhören...ich machte den Einstieg mit Hypnotischen Sprachmustern und sagte ihm dann er soll mir erzählen wie und von wo die Azteken kamen und was die Götter für sie bedeuteten.Er erzählte und erzählte eine halbe Stunde,evt auch länger.
Er hatte damit überhaupt kein Problem........ich sagte ihm das ich ihm jetzt erzählte was er mir erzählt hat...
danach sollte er wieder erzählen,allerdings in 20 Minuten...so die Vorgabe des Gymnasiums.
Das klappte auch prima und ich gab ihm den Rat falls er einmal hängenbleibt das ganze wie im Videorekorder zurückzuspulen und von dort wieder anfangen wo er sicher war.
Danach gingen wir nach Hause...haben die Flipchart eingepackt und darüber wurde nicht mehr gesprochen.
Am nächsten Tag ab zur Schule..kurz bevor er dran war,merkte er das er seine Spickzettel nicht mitgenommen hatte.
Er hatte einen Hänger beim Vortrag und ich merkte das er im Geiste zurückspulte und weitermachte.
Fazit war........Für den Vortrag bekam er eine 1 Plus und von einem Vater der auch zugehört hatte ein Mega Lob
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Mein Fazit----------wenn etwas nicht funktioniert----> ist es wahrscheinlich die falsche Methode
Marian hat übrigens Jahre später auch NLP gelernt
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Marian war in der Grundschule und wie viele Kinder hatte er die Angewohnheit ...seinen Tornister samt Jacke auf die Erde zu pfeffern.
Irgendwie hatte das gar keinen Sinn ihm zu sagen er möchte doch bitte die Jacke aufhängen und den Tornister mit nach oben nehmen.
Also musste etwas anderes her....was interessant und spannend war...denn neugierig war er ja.
Nachdem meine grauen Zellen mir etwas vorgeschlagen haben ging ich zur Treppe und rief:
Marian...komm mal ganz schnell runter,du glaubst gar nicht was hier grade passiert
Wie ein geölter Blitz stand er dann vor mir und sagte...was ist denn?
Ich sage ihm...Schade...grade als ich gerufen habe wollte dein Tornister ganz alleine die Treppe hoch ...
Marian schaute mich an als ob mein Oberstübchen nicht mehr funktioniert...Tage später die gleiche Aussage nochmal......
Er kapierte und nahm seinen Tornister mit nach oben
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im veräppeln war ich immer schon gut ...es ist aber wesentlich interessanter als zu schimpfen(was dann auch nichts bringt)
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Marian und Mobbing
Marian wurde auch in der Schule...erst Grundschule dann Gymnasium unterschiedlich stark gemoppt.
In der 9 Klasse wurde es ihm zu bunt und er wollte aus der Klasse raus.
Er hatte drei Möglichkeiten...die Klasse zu wechseln...das Gymnasium zu wechseln oder sitzenzubleiben.
Er entschied sich zum Sitzen bleiben um zu Jascha in die Klasse zu kommen.
Also stellte er seine Aktivitäten in der Schule ein...hatte 5 Fünfen auf dem Zeugnis und kam in Jaschas Klasse.
Beim nächsten Zeugnis hatte er von den 5 Fünfen noch eine 4
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Wie ich sagte...die Schule war für ihn mehr zwiespältig.
Auf der einen Seite wollte er am liebsten die Lehrer für sich haben und den Stoff einmal durchzudiskutieren und zwar auf Augenhöhe....
Probleme hatte er mehr mit den Mitschülern
Kaum ein Tag im Gymnasium hatte er schon die erste Konfrontation.
Es ging um die Entdeckung Amerikas...die umstehenden Schüler meinten das wäre Columbus gewesen...Marian beharrte darauf das es die Wikinger waren...
...einer gegen alle
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Irgendwann wollte ich ihn von der Schule abholen...
kein Marian in Sicht...dafür aber seine Klassenlehrerin...Frau Dr. Schulz...eine sehr nette Lehrerin
Sie meinte....Marian-----> muss eine Stunde nachsitzen
Ich fragte --->Warum
Sie----> er hat jetzt 10 mal seine Englisch Hausarbeiten nicht gemacht
Ups
Sie--------------> manchmal macht er sie-----------> manchmal nicht
Ist aber nicht so schlimm ich habe einen der 15 mal keine gemacht hat ...der hat auch nachsitzen.
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Ok.............warum macht er manchmal und warum manchmal nicht...grübel
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Wie gesagt ich machte NLP und die erste Prüfung stand an.
Prüfung bestand aus einem Test...eine Ausarbeitung und die Vorstellung von einem Projekt.
Projekt war in diesem Fall Marian...aus welchem Grund er manchmal die Englisch Hausarbeiten macht und warum nicht....das er das aus Faulheit machte glaubte ich nicht......wieso dann
Ich mußte/wollte/durfte die einzelnen Schritte nachverfolgen die Marian vom Auftrag bis zur Erstellung aufstellt gedanklich macht.
Es wurde eine sehr spannende Angelegenheit die sehr interessant war.
Im Endeffekt kam heraus das er "dachte"....er behält das was er machen muss und schrieb sich das nicht auf......dann schrieb er seine Hausarbeiten auf und hatte sie dann auch fertig gemacht.
Also...was tun.
Wenn er immer wieder in die gleiche Masche zurückfiel und "dachte" er behält das ...dem mussten wir dem einen Riegel vorschieben.
Also Einbindung von FR. Dr Schulz ...wo er jedes mal sein Hausarbeitenheft mit dem Eintrag vorzeigen musste...zumindest für eine kurze Zeit..bis das funktionierte.
Es hat alles geklappt....meine Präsentation und Hausarbeiten. Marian hatte danach auch seine Hausarbeiten parat.
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